Grußworte

Die OKK 2017 steht unter der Schirmherrschaft des Ministers für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit  Mecklenburg-Vorpommern, Harry Glawe.

Grußwort des Ministers für das Ministerium Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern
Harry Glawe

Sehr geehrte Damen und Herren,

Krebs ist ein Thema, mit dem viele Menschen im Laufe ihres Lebens konfrontiert werden, ob durch eigene Betroffenheit oder durch erkrankte Angehörige, Freunde oder Kollegen. Die Diagnose ist ein Schock, denn sie trifft die meisten Menschen völlig unerwartet. Der Informationsbedarf der Betroffenen ist sehr hoch. Fragen – wie geht es weiter, welche Therapiemöglichkeiten habe ich, wo werde ich am besten behandelt – bewegen die Betroffenen. Krebs ist trotz aller Erfolge der Medizin immer noch eine sehr ernst zu nehmende Erkrankung. Tatsache ist, dass die Anzahl der Krebserkrankungen, insbesondere bedingt durch die steigende Lebenserwartung, weiter zunehmen wird. In Deutschland erkranken fast eine halbe Million Menschen jedes Jahr an Krebs.

Allein in Mecklenburg-Vorpommern wurden nach dem Bericht des Gemeinsamen Krebsregisters 2012–2013 durchschnittlich jährlich ca. 10.980 neue Krebsfälle diagnostiziert. Im Jahr 2016 werden voraussichtlich etwa 11.500 Krebsneuerkrankungen erwartet. Die Erfassung ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen.

Menschen, die an Krebs erkranken, setzen ihre Hoffnung darauf, kompetent über die Krankheit, über Behandlungsmöglichkeiten und Heilungsaussichten informiert zu werden. Aber auch zur Lebensgestaltung mit und nach Krebs, zu Unterstützungsmöglichkeiten und Selbsthilfe wollen sie sich orientieren.
Die wirksame Bekämpfung von Krebs ist von entscheidender Bedeutung. Frühzeitig erkannt und therapiert, lässt sich Krebs oft leichter behandeln. Die Schwerpunkte des Nationalen Krebsplanes liegen auf der Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung, dem flächendeckenden Ausbau der klinischen Krebsregister sowie der hochwertigen Versorgung und guten Betreuung krebskranker Menschen. Das Land hat die klinische Krebsregistrierung durch das Krebsregistrierungsgesetz vom Juli des vergangenen Jahres weiterentwickelt und arbeitet mit seinen Partnern intensiv an der Umsetzung. Die Offene Krebskonferenz 2017 bietet Ihnen ein sehr umfangreiches Programm über Diagnose und Therapie der Krebserkrankungen, über therapieunterstützende Maßnahmen wie Ernährung und Bewegung, über neueste Erkenntnisse aus der Krebsforschung sowie Therapiestrategien zur psychoonkologischen Betreuung. Ich begrüße es sehr, dass Sie auch die Möglichkeit haben, sich individuell beraten zu lassen und Gespräche mit Ärzten, psychosozialen Beratern und Vertretern der Selbsthilfegruppen führen zu können. Hier stehen die betroffenen Menschen im Vordergrund. Daher habe ich sehr gerne die Schirmherrschaft für die Offene Krebskonferenz übernommen.

Ich wünsche der Veranstaltung einen guten und erfolgreichen Verlauf und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern informative Stunden.

Ihr
Harry Glawe
Minister für das Ministerium Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern

Grußwort des Kongresspräsidenten
Prof. Dr. med. Ernst Klar

Sehr geehrte Damen und Herren,
werte Besucherinnen und Besucher,

zur 7. Offenen Krebskonferenz 2017 am Ostseestrand in Rostock-Warnemünde lade ich Sie im Namen der Krebsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern sehr herzlich ein. Es handelt sich um eine besondere Veranstaltung, zentral ausgerichtet für Patienten, Angehörige und Selbsthilfegruppen, gemeinsam gestaltet mit der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe und dem Haus der Krebs-Selbsthilfe. Alle Sitzungen sind so angelegt, dass Fachexperten und Patientenvertreter referieren und zusammen diskutieren. Damit sollen Fragen und Probleme von Patienten und Angehörigen besonders offen angesprochen und erörtert werden können entsprechend unserem Motto: PATIENT-SEIN HEUTE: GEMEINSAM STARK!

Lassen Sie uns alle gemeinsam an der Eröffnungssitzung teilnehmen, da hier wesentliche Themen wie der Einfluss der Digitalisierung auf die medizinische Versorgung sowie für unsere Patienten wichtige Neuerungen in Chirurgie, Chemo- und Strahlentherapie dargestellt werden. Wir wollen auch eine Schlüsselfrage beantworten: Was erwartet eigentlich der Patient von der modernen Krebstherapie?

Es ist uns wichtig, mit der Veranstaltung die Qualität flächendeckender Versorgungsstrukturen zu analysieren. Um mit allen Beteiligten und Betroffenen Ansätze zur Verbesserung aufzuzeigen, wird am Ende der Veranstaltung eine Podiumsdiskussion stehen, zu der schon im Vorfeld und während der Veranstaltung Fragen von Ihnen allen eingereicht werden können. Für eine lebendige und erfolgreiche Diskussion wird der bekannte Tagesschausprecher Jan Hofer sorgen, den wir als Moderator gewinnen konnten.

Ich freue mich sehr darauf, Sie herzlich in Rostock begrüßen zu können! 

Ihr
Prof. Dr. med. Ernst Klar
Vorsitzender der Krebsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern e. V.

Grußwort des Präsidenten der Deutschen Krebsgesellschaft e. V.
Prof. Dr. me.d Peter Albers

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Krebsforschung hat in den letzten Jahren spürbare Fortschritte gemacht und verbesserte Behandlungsmöglichkeiten hervorgebracht.

Doch Patienten benötigen nicht nur eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung; es geht auch darum, mit der Erkrankung im Alltag umzugehen. Die aktive Suche nach Informationsangeboten, der Kontakt zu anderen Patienten oder Selbsthilfeorganisationen sowie eine Beratung durch erfahrene Experten können dabei hilfreich sein.

Die Offene Krebskonferenz 2017 bietet Betroffenen und Interessierten die Möglichkeit dazu. Auf dem Programm stehen die neuesten Entwicklungen in Krebstherapie und -diagnostik; ebenso wie Themen aus der Psychoonkologie sowie den Bereichen Ernährung und Sport – gerade durch Bewegung können Patienten sehr viel selbst dazu beitragen, dass sie sich besser fühlen.

Ich freue mich sehr, wenn Sie die Gelegenheit nutzen und die OKK 2017 besuchen.

Ihr
Prof. Dr. Peter Albers
Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft e. V.

Grußwort des Päsidenten der Stiftung Deutsche Krebshilfe
Dr. h.c. Fritz Pleitgen

Sehr geehrte Damen und Herren,

rund 500.000 Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr neu an Krebs. Die Diagnose ist für viele Betroffene ein schwerer Schock. Mit der neuen Lebenssituation gehen zahlreiche Fragen und Ängste einher. Während viele Krebspatienten früher oftmals nichts mit ihrer Behandlung zu tun haben wollten, und dem Arzt die Entscheidungen überlassen haben, möchte der Krebspatient von heute seinen Behandlungsverlauf aktiv mitgestalten. Das ist berechtigt und eine Entwicklung, die wir unterstützen.

Unter dem Motto „Helfen. Forschen. Informieren.“ stehen für die Deutsche Krebshilfe immer der Patient und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt. So bieten wir – gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft – Betroffenen, aber auch deren Angehörigen, mit unserem telefonischen Informations- und Beratungsdienst, dem sogenannten INFONETZ KREBS, eine unabhängige und qualitätsgesicherte persönliche Beratung an. Durch Veranstaltungen wie der Offenen Krebskonferenz tragen wir gemeinschaftlich dazu bei, Betroffene in ihrer Kompetenz zu stärken und ihrem Bedürfnis nach Information und Beratung Rechnung zu tragen. Ich lade Sie daher herzlich dazu ein, dieses Angebot zu nutzen und wünsche Ihnen viele wichtige Erkenntnisse und gute Gespräche.


Ihr
Dr. h.c. Fritz Pleitgen
Präsident der Stiftung Deutsche Krebshilfe

Grußwort des Vorsitzenden des Haus der Krebs-Selbsthilfe – Bundesverband e.V.
Ralf Rambach

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Motto „PATIENT-SEIN HEUTE: GEMEINSAM STARK!“ spiegelt sich wohltuend in der Zusammensetzung der Veranstalter und Unterstützer: Die bundesweit wichtigsten Organisationen aus Krebsmedizin und Krebshilfe zusammen mit dem größten Krebs-Selbsthilfeverband geben uns Patienten Stärke.

Gerade in Zeiten der mentalen und körperlichen Schwäche brauchen wir Orientierung in vielen speziellen Belangen. Das Zusammenwirken von 9 Krebs-Bundesverbänden der Krebs-Selbsthilfe stellt sicher, dass gemeinsam die richtigen Fragen gestellt – und beantwortet werden. Das macht uns stark. Das ist Patient-Sein heute.

Die gelungene Kombination aus medizinischer Expertise, gesellschaftlicher Unterstützung und dem unersetzlichen Erfahrungsschatz Betroffener ist ein Garant dafür, dass an Krebs erkrankten Menschen und ihren Angehörigen bestmöglich geholfen werden kann. Um die vielfältigen Möglichkeiten aufzuzeigen, die es heute gibt und die uns in naher Zukunft erreichen werden, bietet diese Veranstaltung ein exzellentes Forum.

Im Namen der Krebs-Selbsthilfe danke ich den Organisatoren und wünsche allen Besuchern eine hilfreiche und interessante Veranstaltung.

Ihr
Ralf Rambach
Vorsitzender Haus der Krebs-Selbsthilfe – Bundesverband e. V.

Grußwort der Patientenbeauftragten der Bundesregierung sowie Bevollmächtigte für Pflege
Ingrid Fischbach

Sehr geehrte Damen und Herren,

wenn Menschen mit einer so lebensverändernden Diagnose wie einer Krebserkrankung konfrontiert werden, müssen viele – oft überlebenswichtige – Entscheidungen getroffen werden.

Um diese Entscheidungen selbstbestimmt treffen zu können, brauchen Patientinnen und Patienten umfassende und fachlich
hochwertige Informationen durch die behandelnden Ärzte, aber auch durch andere Betroffene im Rahmen der Selbsthilfe.

Das Motto der 7. Offenen Krebskonferenz „PATIENT-SEIN HEUTE: GEMEINSAM STARK“ zeigt ganz deutlich, eine gute und umfassende Krebsbehandlung kann nur gemeinsam mit allen Beteiligten erfolgen.

In den letzten Jahren konnten wir die Selbsthilfe durch viele gesetzliche Maßnahmen stärken. Zu erwähnen sind hier etwa die Erhöhung der Fördermittel der gesetzlichen Krankenversicherung für die Selbsthilfe um rund 30 Mio. Euro durch das Präventionsgesetz oder die Erweiterung der Mitbestimmungsrechte der Patientenvertreter im Gemeinsamen Bundesausschuss in Verfahrensfragen durch das E-Health-Gesetz.

Da es trotz all diese Maßnahmen aber immer noch Defizite gibt, ist es notwendig, die Patientenorientierung auf allen Ebenen weiterhin umfassend und systematisch zu stärken. Deshalb müssen alle im Gesundheitswesen, in der Forschung und der Politik Tätigen dafür Sorge tragen, dass Patienten und Patientenvertreter ihre Rechte wahrnehmen können und so informiert sind, dass sie selbstbestimmte Entscheidungen treffen können. Dafür müssen wir alles tun.

Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Konferenz mit weiterführenden Ideen und konstruktiven
Gesprächen. Ich freue mich auf eine weitere gute Zusammenarbeit.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre
Ingrid Fischbach
Patientenbeauftragte der Bundesregierung sowie Bevollmächtigte für Pflege